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Diphtherie

Leistungen > Schutzimpfungen

Kurzinfo (s. Impfplan)

  • Die erste Impfung erfolgt nach Vollendung des 2. Lebensmonats im Rahmen von Diphtherie-Keuchhusten-Wundstarrkrampf-Kombinationsimpfungen. Die Grundimmunisierung im Kindesalter umfasst drei Impfungen im Abstand von mindestens vier Wochen sowie eine Auffrischimpfung mindestens sechs Monate später. Erst dann ein vollständiger Schutz vorhanden ist.


  • Aufgefrischt wird mit je einer Injektion im 5. bis 6. Lebensjahr und zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr.


  • Um den Impfschutz zu erhalten, müssen Erwachsene sich anschließend alle zehn Jahre nachimpfen lassen.



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Ausführliche Information

Diphtherie
ist eine durch das Gift (Toxin) des Diphtheriebakteriums hervorgerufene lebensbedrohende Krankheit, die vorwiegend durch Tröpfcheninfektion mit der Atemluft übertragen wird. Bevor die Impfung eingeführt wurde, war die als Rachen-, Kehlkopf-, Nasen- und Wunddiphtherie auftretende Infektion eine der gefürchtetsten Erkrankungen im Kindesalter. Auch im Erwachsenenalter sterben viele daran, oder erlitten einen Herzmuskelschaden. Eine hohe Impfbeteiligung hat die Diphtherie in Deutschland bis auf wenige Erkrankungen zurückgedrängt. Da Diphtherie jedoch weltweit, besonders in einigen osteuropäischen Ländern, weiterhin auftritt, ist die Gefahr, sie in unser Land einzuschleppen, jederzeit gegeben.

Wie verläuft die Krankheit?
Nach einer kurzen Inkubationszeit von wenigen Stunden bis zu sieben Tagen kommt es zu einer Entzündung des Nasenrachenraumes mit begleitendem Fieber. Es bilden sich wei?e Bel?ge im Rachen, zusätzlich kommt es zu einer Anschwellung des Halses. Nach Ausschwemmung des Diphtherietoxins in den Kreislauf kann es zum Kreislaufversagen, zur Herzmuskelentzündung und zu Lähmungen kommen.

Wie kann ich mich schützen?
Da die Erkrankung h?ufig sehr schwer oder tödlich verläuft, ist eine frühzeitige Behandlung mit einem speziellen Antiserum und Antibiotika notwendig. Einen sicheren Schutz vor Ansteckung bietet eine Impfung, die bei Erwachsenen in der Regel zusammen mit der Tetanusimpfung erfolgt. Auch beim Erwachsenen sind dann Wiederholungsimpfungen in 10-jährigen Abständen notwendig, um den Schutz aufrechtzuerhalten.

Wer sollte sich gegen Diphtherie impfen lassen?
Gegen Diphtherie sollten alle Personen geimpft werden, die über keinen oder nur unvollständigen Impfschutz gegen Diphtherie verfügen. Dies ist der Fall, wenn bisher keine Impfung erfolgte, die Grundimmunisierung nicht vollständig oder die letzte Auffrischung vor mehr als zehn Jahren erfolgte. In der Regel sollte die Impfung gegen Diphtherie in der Kombination mit Tetanus durchgeführt werden.

Wann sollte gegen Diphtherie geimpft werden?
Säuglinge, Kleinkinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren sollten entsprechend den Empfehlungen des Impfkalenders geimpft werden. Säuglinge erhalten je nach verwendetem Impfstoff im Alter von 2, (3)*, 4 und 11-14 Monaten eine Dosis der Grundimmunisierung. Eine Auffrischung mit 5-6 Jahren und eine weitere Auffrischung mit 9-17 Jahren ist empfohlen. Erwachsene mit vollständiger Grundimmunisierung benötigen eine Auffrischungsimpfung alle 10 Jahre.
*Kombinationsimpfstoffe, die eine Pertussis-Komponente (aP) enthalten, z. B. Sechsfachimpfstoffe, erfordern 4 Impfungen für eine vollständige Grundimmunisierung.

Was sollte bei Kontakt zu an Diphtherie erkrankten Personen getan werden (postexpositionelle Maßnahmen)?
Für enge Kontaktpersonen zu Erkrankten ist die Impfung nach Kontakt bereits 5 Jahre nach der letzen Impfung empfohlen. Unabhängig von einer Impfung nach Kontakt zu einer an Diphtherie erkrankten Person erfolgt eine vorbeugende antibiotische Therapie (z.B. mit Erythromycin).

Muss eine Grundimmunisierung wiederholt werden, wenn sie mehr als zehn Jahre zurückliegt oder reicht eine Auffrischung?
Es gilt, dass jede Impfung zählt und eine einmal erfolgte Grundimmunisierung auch bei einem Abstand von mehr als zehn Jahren, nicht wiederholt werden muss. Bei extrem langen Intervallen (z.B. 40 Jahre und länger) kann in Abhängigkeit von der Expositionswahrscheinlichkeit (Endemiegebiet) eine zweite Impfung erwogen werden.
Sollte bei sehr langen Impfabständen ein begründeter Verdacht vorliegen, dass der zu Impfende wegen anderer Erkrankungen schlecht auf die Impfungen reagiert oder ein besonders hohes Expositionsrisiko besteht, ist gegebenenfalls eine Titerbestimmung nach vier bis sechs Wochen nach der Auffrischimpfung zum Nachweis des vorhandenen Immunschutzes hilfreich. In der Regel gewährleistet eine Auffrischungsimpfung jedoch einen sicheren Schutz.

Gilt der Zehnjahreszeitraum für die Auffrischungsimpfung gegen Diphtherie und Tetanus auch für Kinder?
Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission zur regelmäßigen Auffrischimpfung im Abstand von zehn Jahren bezieht sich auf Erwachsene. Für Kinder und Jugendliche gilt der Impfkalender. Im Impfkalender wird eine kombinierte Auffrischimpfung gegen Diphtherie und Tetanus (Td/DT) für Kinder im Alter von fünf bis sechs Jahren (d.h. vor dem Schulbeginn) empfohlen. Hintergrund für diese Empfehlung ist die in dieser Altersgruppe nicht ausreichend bekannte Antikörperprävalenz gegen Diphtherie, vor allem aber die bekannte hohe Verletzungsgefahr und damit die Indikation zu einer Tetanusauffrischung im Verletzungsfall. Die generelle Auffrischimpfung bei den Fünf bzw. Sechsjährigen erspart deshalb ggf. Arztbesuche nach Bagatelleverletzungen z.B. beim Sport oder schulischen Aktivitäten und vermindert das Erkrankungsrisiko für Tetanus. Außerdem werden dadurch auch die vielen Kinder geschützt, die bei einer im häuslichen Umfeld erfolgten Bagatelleverletzung von ihren Eltern keinem Arzt vorgestellt und damit auch nicht aktuell geboostert werden. Die weitere empfohlene Auffrischimpfung für Jugendliche sollte anschließend frühestens nach 5 Jahren und spätestens nach 10 Jahren erfolgen.

Wie häufig erkranken Personen in Deutschland an Diphtherie?
Diphtherieerkrankungen in Deutschland sind auf Grund der guten Impfraten bei Kindern und Jugendlichen sehr selten geworden. Erkrankungen in Deutschland werden in Einzelfällen im Zusammenhang mit Kontakt zu Personen aus Endemiegebieten beobachtet. Eine Infektionsgeführdung bei Migrations- und Reisebewegungen ist jedoch weiterhin gegeben, zumal eine vollständige Eradikation der Erkrankung aufgrund des Vorhandenseins symptomloser Träger nicht möglich ist. Die aktuelle Statistik der Infektionskrankheiten könnte man dem Epidemiologischen Bulletin entnehmen.

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