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Keuchhusten

Leistungen > Schutzimpfungen

Kurzinfo (s. Impfplan)

  • Die erste Impfung erfolgt nach Vollendung des 2. Lebensmonats im Rahmen von Diphtherie-Keuchhusten-Wundstarrkrampf-Kombinationsimpfungen. Die Grundimmunisierung im Kindesalter umfasst drei Impfungen im Abstand von mindestens vier Wochen sowie eine Auffrischimpfung mindestens sechs Monate später. Erst dann ein vollständiger Schutz vorhanden ist.


  • Aufgefrischt wird mit je einer Injektion im 5. bis 6. Lebensjahr und zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr.


  • Um den Impfschutz zu erhalten, müssen Erwachsene sich anschließend alle zehn Jahre nachimpfen lassen.



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Ausführliche Information


Mit 500.000 Toten pro Jahr weltweit eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern.

Wie erkennt man Keuchhusten?
Keuchhusten ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die in der Regel mehrere Wochen bis Monate dauert und durch quälende Hustenattacken gekennzeichnet ist. Bei Jugendlichen und Erwachsenen tritt oftmals ein Husten auf, der sich unter Umständen über Wochen und Monate ziehen kann. Diese unspezifischen Symptome resultieren häufig in einer falschen Diagnose und damit in eine nicht angemessene Behandlung. Diese nicht oder nicht gezielt Therapierten verbreiten den Keuchhusten in der Zwischenzeit jedoch weiter und stellen insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder in ihrem Umfeld ein Risiko dar. Ist der Patient durch den Keuchhusten geschwächt, besteht das Risiko, dass er sich zusätzlich mit weiteren Keimen infiziert. Eine solche "Superinfektion" kann z. B. zu einer Mittelohr- oder einer Lungenentzündung führen. Besonders häufig ist dies bei Säuglingen der Fall.

Wer kann sich anstecken?
Bei Kindern ist der Keuchhusten nach wie vor weltweit eine häufige Todesursache. Doch auch Jugendliche und Erwachsene sind vor der Erkrankung nicht sicher. Immer häufiger kommt es zu Keuchhusten-Erkrankungen bei Jugendlichen und Erwachsenen. Denn der im frühen Kindesalter erworbene Impfschutz hält ca. 10 Jahre an. Und auch wer im Kindesalter Keuchhusten hatte, kann sich als Jugendlicher oder Erwachsener erneut infizieren, denn die Immunität nach durchlaufener Infektion beträgt ebenfalls nur etwa 10 Jahre. Deshalb gilt es nicht nur eine Grundimmunisierung gegen Keuchhusten im Kindesalter durchzuführen, sondern den Impfschutz gegen Keuchhusten regelmäßig auffrischen zu lassen.

Wie verbreitet sich Keuchhusten?
Der Erreger des Keuchhustens ist das Bakterium Bordetella pertussis. Die Ansteckung erfolgt durch Niesen, Husten aber auch Küssen. Der Keuchhusten zirkuliert bei Jugendlichen und Erwachsenen, da er häufig nicht erkannt wird. Von dieser Entwicklung, die seit den 1990er Jahren zunimmt, geht eine hohe Gefährdung für Säuglinge und Kleinkinder aus.

Vorbeugen und Behandeln:
Auch bei Keuchhusten gilt: Vorsorgen ist besser als Behandeln. Impfungen im Säuglingsalter zur Erlangung der Grundimmunität und anschließende regelmäßige Auffrischungsimpfungen, wie von der Ständigen Impfkommission empfohlen, können Schutz vor der Erkrankung bieten. Die Kassen erstatten derzeit die Impfung von Frauen mit Kinderwunsch und von Erwachsenen mit Kontakt zu Säuglingen. Im Freistaat Sachsen kann sich bereits jeder Erwachsene alle 10 Jahre kostenlos gegen Keuchhusten impfen lassen.

Wie soll geimpft werden?
Die Pertussis-Impfung ist für alle Säuglinge und Kleinkinder empfohlen.

Bis zu welchem Alter sollten Kinder gegen Pertussis geimpft werden?
Die Ständige Impfkommission empfiehlt das Nachholen der Grundimmunisierung sowie eine Auffrischungsimpfung gegen Pertussis im Vorschulalter und für alle Kinder und Jugendlichen vom 9. bis zum 18. Lebensjahr.

Welche Möglichkeiten gibt es ältere Kinder und Erwachsene, die keine Grundimmunisierung gegen Pertussis haben, gegen Pertussis zu impfen, nachdem der monovalente Impfstoff nicht mehr verfügbar ist?
Die einmalige Impfung mit einem Tdap-Impfstoff (Tetanus-, Diphtherie- und azellulärem Pertussisimpfstoff mit reduziertem Diphtherie- und Pertussis Antigengehalt) bei über 10-jährigen, ungeimpften Personen ohne Pertussis-Erkrankung in der Anamnese zu ähnlichen Antikörper-Antworten führt, wie sie nach einer Dosis eines Tdap-Impfstoffes bei Jugendlichen und Erwachsenen mit einer Grundimmunisierung im Säuglings- und Kleinkindalter beobachtet wurden. Diese Impfung ist im Rahmen der Zulassungen der verfügbaren aphaltigen Kombinationsimpfstoffe (Tdap, Tdap-IPV (inaktivierter Poliomyelitisimpfstoff)) für ältere Kinder und Erwachsene auch möglich. Laut Hinweisen der STIKO-Empfehlungen sollte die Auffrischung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis und (ggf.) Poliomyelitis möglichst nicht früher als 5 Jahre nach der vorhergehenden Dosis der anderen im Impfstoff enthaltenen Antigene (Td) vorgenommen werden, um unnötige Impfungen zu vermeiden und die Wahrscheinlichkeit des Auftretens lokaler Nebenwirkungen zu minimieren. Eine individuelle Risiko-Nutzenabwägungen (z.B. zukunftige Erreichbarkeit des Impflings, Dringlichkeit des Pertussis-Impfschutzes z.B. wegen einer Pertussis Häufung im Umfeld oder eines Kinderwunsches) kann eine Unterschreitung dieses aufgefährten Impfabstandes jedoch durchaus begründen. Neuere Studien (2-5) haben gezeigt, dass die Häufigkeit von Nebenwirkungen bei Impfung von tetanushaltigen Impfstoffen in Intervallen kürzer als 5 Jahre (ab 1 Monat) allenfalls geringfügig erhöht ist.

Wann besteht nach Impfung ein Schutz gegen Pertussis-Erkrankungen?
Die komplette Impfserie mit einem Kombinationsimpfstoff im Kindesalter besteht aus vier Injektionen. Nach einer nur einmaligen Keuchhustenimpfung besteht für Säuglinge kein sicherer Immunschutz. Bereits nach der zweiten Impfung ist jedoch in 60 bis 70% ein Immunschutz nachzuweisen und nach der dritten Impfung ist in ?ber 80% ein Immunschutz für eine gewisse Zeit vorhanden, der jedoch dann im zweiten Lebensjahr aufgefrischt werden muss. Gerade deshalb ist es besonders wichtig, dass die Keuchhustenimpfung bereits im 3. Lebensmonat begonnen wird, so dass ein Impfschutz sp?testens ab dem sechsten, jedoch sehr wahrscheinlich bereits ab dem fünften Lebensmonat gegeben ist. Da für die ersten vier Monate kein sicherer Immunschutz für den Säugling zu erreichen ist, ist es von besonderer Bedeutung, dass insbesondere Geschwisterkinder oder Familienangehörige, die Überträger des Keuchhustens sein können, ebenfalls vor der Erkrankung geschützt sind. So sollten in einer Familie mit einem Säugling alle Kontaktpersonen unbedingt gegen Keuchhusten geimpft bzw. geboostert sein, damit die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Säugling ansteckt, gemindert wird.

Besteht nach durchgemachter Erkrankung ein lebenslanger Schutz?
Auch nach Pertussis-Erkrankung besteht keine lebenslange Immunität, sondern ein Schutz für maximal 10 bis 20 Jahre. Die erste Auffrischimpfung für Kinder und Jugendliche wird bereits im Vorschulalter empfohlen.

Sollten sich auch Erwachsene gegen Pertussis impfen lassen?
Alle Erwachsenen sollten einmalig gegen Pertussis geimpft werden. Die Pertussisimpfung sollte bei der nächsten fälligen Td-Impfung (Tetanus-Diphtherie-Impfung) als Tdap-Kombinationsimpfung verabreicht werden. Für Frauen mit Kinderwunsch, enge Haushaltskontaktpersonen und Betreuer vor Geburt eines Kindes sowie für Beschäftigte in Gesundheits- und Gemeinschaftseinrichtungen wird die Pertussisimpfung von der STIKO als Indikationsimpfung empfohlen. Durch die Impfung von Erwachsenen gegen Pertussis werden primär Pertussiserkrankungen bei den geimpften Personen selbst verhindert. Indirekt werden aber auch die Kontakte der geimpften Personen geschützt. Dies ist vor allem für Säuglinge von Bedeutung. Säuglinge können erst ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat gegen Pertussis geimpft werden und besitzen keinen nat?rlichen Nestschutz gegen die Krankheit. Sie sind deshalb auf die passive Schutzwirkung durch eine Immunisierung der sie umgebenden Menschen angewiesen.

Kann eine Tdap-Kombinationsimpfung auch dann verabreicht werden, wenn eine vorangegangen Impfung mit Td-Komponente weniger als 5 Jahre zurück liegt?
Eine Tdap-Kombinationsimpfung kann auch dann verabreicht werden, wenn eine vorangegangene Td-haltige Impfung weniger als 5 Jahre zurück liegt.
Verschiedene Studien haben gezeigt, dass impfbedingte Nebenwirkungen nicht signifikant häufiger auftreten, wenn der zeitliche Abstand zwischen einer Td-haltigen Impfung und einer Tdap-Impfung geringer als fünf Jahre ist.

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